Mit dem Ziel, den Eduard-Wallnöfer-Platz – einem vormals eher unattraktiven Nebenschauplatz im Stadtleben – als einen Repräsentationsraum für offizielle Veranstaltungen und gleichzeitig einen informellen Begegnungs- und Kommunikationsraum für die Bevölkerung neu zu gestalten, wurde 2008 vom Land Tirol ein mehrstufiges Ausschreibungsverfahren in die Wege geleitet, aus dem die interdisziplinäre ARGE LAAC Architekten, stiefel kramer und Christopher Grüner mit ihrem Projekt als Sieger hervorging.
Ihre zentrale Idee besteht in einer begehbaren, urbanen Bodenplastik, die den gesamten Platz mit seinen Denkmälern und Infrastruktureinrichtungen in eine homogene Oberfläche einbindet. Eine Topographie sanfter Hügel aus hellem Beton, deren Modulierung auf räumliche und funktionale Gegebenheiten reagiert, bildet vielfältig nutzbare Freiflächen, Hügel, Brunnen, ‚Podeste‘ für die Denkmäler und Sitzgelegenheiten. (Textauszug Aut)
Das Projekt hat nach seiner Realisierung 2010 zu kontroversiellen Reaktionen in der Bevölkerung geführt, inzwischen haben sich die kritischen Stimmen gelegt. In der Fachwelt wird die Umsetzung als mutiges und herausragendes Beispiel zeitgemäßer Platzgestaltung gelobt und bei der Bevölkerung, insbesondere der Jugend, die den Platz intensiv für Freizeitaktivitäten (Skateboarden, Roller- und Radfahren) nutzt, wird er als lebendiger öffentlicher Raum geschätzt.